Am 12. April konnte eine Vertretung des Referendumskomitees mit den beiden SVP-Einwohnerräten Roman Oberli und Urs Weber rund 3'500 Unterschriften dem Baselbieter Landschreiber Peter Vetter in Liestal übergeben. In relativ kurzer Zeit kam diese weit höhere Zahl als die notwendigen 1'500 Unterschriften zustande. Freude herrscht beim Komitee, u.a. mit Roger Moll (Präsident) und Paul Bossert (Bauingenieur/-physiker und Architekt), aber auch bei der SVP Binningen, die bei der Unterschriftensammlung tatkräftig mitgewirkt hat. Herzlichen Dank allen Komitee-Mitgliedern und Unterzeichnern für die Unterstützung!

Dass die meisten Unterschriften aus dem Leimental, insbesondere aus Binningen eintrafen, überrascht nicht. Denn nebst dem hohen zweistelligen Millionenbetrag, um 4 - 5 Minuten schneller am Bahnhof SBB zu sein, haben die Unterzeichner wohl erkannt, dass das Margarethen-Tram kein Problem lösen, sondern für das Leimental neue schaffen würde. Dies, was sowohl den öffentlichen als auch den privaten Verkehr betrifft. Zu dieser Feststellung kamen unsere Komitee-Mitglieder nach dem Studium der auf der Gemeinde Binningen vom 6. März bis 4. April 2017 einsehbaren öffentlichen Planvorlage BVB und BLT. Zwei Beispiele:

1) Verschlechterung der Anbindung an die Innerstadt durch Wegfall des heute in den Stosszeiten schon stark benutzten 17er-Trams von Ettingen bis Kleinhüningen. Dadurch keine Direktverbindung mehr zu wichtigen Arbeitgebern wie Novartis! Die Kapazität aus dem Leimental in die Innerstadt würde also halbiert. Zukunfsgerichtet, wenn zudem die Bevölkerung im Leimental stetig wächst?

2) Verkehrsknoten mit Tramquerungen neu zu schaffen oder bestehende gar zusätzlich zu belasten, sind erwiesenermassen Stauverursacher und sicher nicht zukunftsgerichtet. Erhebliche Staus wären deshalb zu erwarten beim Abzweiger von der unteren Hauptverkehrsachse in den Margarethenstich und beim in den Stosszeiten schon heute prekären Knoten Dorenbachviadukt/Gundeldingerstrasse. Diese Staus würden ganz besonders die Leimentaler und Allschwiler Autofahrer betreffen.

Beide und andere Nachteile wären mit der Tram-Alternative über Heuwaage/Innere Margarethenstrasse zu vermeiden. Doch die Befürworter des Margarethenstichs hatten dafür kein Gehör. Oder später doch noch, wenn sie die Fakten des überparteilichen Komitees beider Basel während des Abstimmungskampfes erfahren?

Vorstand und Fraktion SVP Binningen

www.nein-zum-margarethenstich.ch