Es ist erstaunlich, wenn man all die Leserbriefe zur AHV-Revision liest, wie jeder dem anderen die Argumente abschreibt, ohne tiefere Überlegungen zu machen. Schon allein die Tatsache, dass  Bundesrat Berset den Jungen droht, dass sie bei einem NEIN vielleicht keine AHV mehr bekommen. Drohungen sind immer ein Zeichen der Schwäche und verraten Unsicherheit. Weiter müssen sich noch Altbundesrätinnen einschalten, um für ein JA zu werben, was auch nicht für eine gute Vorlage spricht.

Beim genauen Hinsehen kommt die Vorlage einem Ausbau der AHV gleich.  Mit 70 Franken will man das Volk bestechen! Auf Dauer ist dieser Köder aber eine hohe Summe, wenn man bedenkt, dass die Mehreinnahmen mit der Erhöhung des Rentenalters der Frauen mit der Auszahlung der 70 Franken gleich wieder aufgebraucht sind! Was man den Frauen abverlangt, geht gleich wieder verloren. Diese 70 Franken erhalten auch Leute, die sie nicht brauchen oder denen sie nicht helfen. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer und der Lohnbeiträge an die AHV ist eine Zumutung an die arbeitenden Menschen, mehr einzuzahlen und dafür später eine tiefere Rente zu erhalten. Was geschieht mit den armen Leuten, die noch Ergänzungsleistungen beziehen. Das «Zückerchen» der 70 Franken wird ihnen mit der Ergänzungsleistung verrechnet! Zudem zahlen sie noch eine höhere Mehrwertsteuer und müssen die 70 Franken erst noch versteuern. Unter dem Strich bleibt ihnen weniger Geld. Bereits in 10 Jahren zeigen die Prognosen des Bundesamtes für Sozialversicherungen (im Departement Berset) ein Defizit von einer Milliarde Franken.

Aus all diesen Gründen muss man eine solche Mogelpackung ablehnen!

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Felix Haberthür, Parteipräsident SVP