Jeder kennt das Märchen vom «des Kaisers neue Kleider». Darin wurde der Arme von Betrügern hinters Licht geführt, die da behaupteten, dass ihre Kleider für jeden Menschen unsichtbar wären, der nicht für sein Amt tauge oder der unverzeihlich dumm sei.  So ähnlich geht es mir bei der Energiestrategie 2050, über die wir am 21. Mai 2017 abstimmen werden. So soll nach den Vorstellungen von Bundesrat und Parlament der Energieverbrauch in der Schweiz bis 2035, also in nur 17 Jahren (!), um sagenhafte 43 % gesenkt werden und dies notabene ohne grosse Mehrkosten und ohne Komforteinbussen.

Dieses Ziel soll auch erreicht werden, obwohl die CH-Wohnbevölkerung jedes Jahr eine Nettozunahme von mindestens 50‘000 Personen erfährt. Was hat das noch mit Seriosität zu tun? Ziele zu setzen ist richtig, aber sie sollten realistisch sein. Der Energieverbrauch soll und muss in Zukunft gesenkt werden. Dazu brauchen wir jedoch nicht ein monströses Energiegesetz, das bei einer Annahme unsere Lebensqualität durch Einschränkungen und Massnahmen massiv beinträchtigen wird.

Die Privatwirtschaft und die Industrie beweisen schon seit Jahren, dass sie ihre Ressourcen effizient einzusetzen wissen. Ich habe Vertrauen in die Eigenverantwortlichkeit jedes Einzelnen und in die Innovationskraft unserer Unternehmen. Wohin Planwirtschaft und masslose Subventionspolitik führen können, hat uns das abschreckende Beispiel von Deutschland gezeigt. Warum sollen wir die gleichen Fehler machen? 

Ein NEIN zum Energiegesetz ermöglicht uns, unsere bewährte Energiepolitik fortzuführen und auf neue Entwicklungen und Herausforderungen schneller zu reagieren.

blaser juerg

Jürg Blaser, Einwohnerrat SVP